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Trendreport Logistikbranche: Diese Jobs gibt es hier zu besetzen

Jobs in der Logistik

Die Logistikbranche birgt interessante Berufsmöglichkeiten. Zum einen sind Jobs für ungelernte Kräfte im Angebot, die ideal als Neben- oder Teilzeitjob geeignet sind. Zum anderen bieten sich Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten mit aussichtsreichen Zukunftsperspektiven. Welche attraktiven Jobs zu besetzen gibt, ist Thema in diesem Beitrag.

Die Logistikbranche im Portrait

Jobs in der Logistik Der Deutsche Speditions- und Logistikverband e.V. hat Zahlen, Daten und Fakten aus dem Jahr 2014/2015 veröffentlicht. Die Ergebnisse der Studie wurden Mitte 2015 vorgestellt. Am deutlichsten sei demnach die Entwicklung der Branche in den vergangenen Jahren. Komplex, stark und kundenorientiert präsentiert sie sich. Darüber hinaus lassen sich auf Basis der Studie diese Trends festmachen:

– Die Protagonisten auf der Logistikbühne sind die Spediteure. Sie führen Beförderungen selbst aus und organisieren jegliche Form von logistischer Leistung. 73 Prozent entfallen dabei auf den Straßengüterverkehr, 15 Prozent auf Schiff und Bahn.

– Die zunehmende Differenzierung des Leistungsportfolios ruft deutlich mehr Fachpersonal auf den Plan. Angeboten wird nicht nur der Transport auf der Straße, auf der Schiene, in der Luft und auf See, sondern auch die Zollabfertigung, Distribution und Gefahrgutlogistik. Vor allem die Forderung nach Just-in-time-Lösungen verlangt der Branche ein Höchstmaß an Flexibilität ab.

– Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach Fachpersonal ist die Ausbildungsaktivität in den Betrieben hoch. Immerhin 77 Prozent bilden aus. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Ausbildungsbeteiligung durchschnittlich bei nur 24 Prozent.

Diese Arbeitsoptionen bietet die Logistikbranche

Dass eine florierende Branche einen großen Bedarf an Fachpersonal hat, steht außer Frage. Welche klassischen Aus- und Weiterbildungsoptionen es gibt, zeigt die folgende Tabelle, ein Auszug aus einem Infoblatt der IHK München:

Duale Ausbildungsberufe:

    1. – Fachkraft für Hafenlogistik

 

    1. – Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

 

    1. – Fachkraft für Lagerlogistik

 

    1. – Industriekaufmann/-frau

 

    1. – Kaufmann/-frau für Eisenbahn und Straßenverkehr

 

    1. – Kaufmann/-frau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

 

    1. – Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung

 

    1. – Kaufmann/-frau für Verkehrsservice

 

    1. – Luftverkehrskaufmann/-frau

 

    – Schifffahrtskaufmann/-frau (Linienfahrt/Trampfahrt)

Kaufmännische Weiterbildungen:

    1. – Betriebswirt/-in (Verkehr/Logistik)

 

    1. – Fachwirt/-in für Bahnbetrieb

 

    1. – Fachwirt/-in für Einkauf

 

    1. – Fachwirt/-in für Güterverkehr/Logistik

 

    1. – Fachwirt/-in für Logistiksysteme

 

    – Fachwirt/-in für Personenverkehr und Mobilität

Techniker-/ Meisterweiterbildungen:

    1. – Techniker/-in in Verkehrstechnik (Verkehrsmanagement)

 

    1. – Logistikmeister/-in

 

    1. – Meister/-in Bahnverkehr

 

    – Meister/-in Kraftverkehr

Andere Weiterbildungen:

    1. – Fachkraft für Logistik/Materialwirtschaft

 

    1. – Fachkraft für Bodenverkehrsdienst im Luftverkehr

 

    – Hafenfacharbeiter/-in

Studienfächer:

    1. – Logistik,

Supply-Chain-Management

    – Verkehrsbetriebswirtschaft

 

Dieses Problem trifft die Branche schwer

Das schlechte Image der Branche, die Arbeitnehmern so viel zu bieten hat, ist das eine Problem. Hier ist ein besseres Employer Branding gefragt. Das andere teilt sie sich mit ganz Deutschland, denn die Meisterqualifikation scheint in ihrer Beliebtheit zurückzugehen, wie die folgende Grafik nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks zeigt:

Trendreport Logistik

Die Meisterausbildung absolvieren immer weniger. Das heißt auch, dass es in der Logistikbranche an Logistikmeistern mangeln wird.

Vor dem Hintergrund der Grafik zeigt sich: Der immer unbeliebter werdende Meistertitel hat für die Logistikbranche zur Folge, dass Fachkräfte wie der Geprüfte Logistikmeister rar sind. Dabei ist er doch mit Bezug auf das Ausbildungsprofil bei der Dekra Akademie der Logistikprofi schlechthin: „Geprüfte Logistikmeister/-innen sind daher gefragte Fachkräfte. Sie sorgen für einen zielorientierten Warenumschlag und den sachgemäßen Versand von Gütern. Darüber hinaus koordinieren sie den Materialfluss von der Annahme bis zum Warenausgang und übernehmen leitende und organisatorische Aufgaben in der Personalführung.“

In der Folge bedeutet das für alle diejenigen, die sich an die Weiterbildung zum Logistikmeister wagen, dass gerade in diesem Bereich mit einer Meisterqualifikation gute Startoptionen gegeben sind. Voraussetzungen können mit einer Berufsausbildung geschaffen werden, die unter der Rubrik „Duale Ausbildungsberufe“ in der obenstehenden Tabelle bereits gelistet wurden. Dabei sei Interessenten gesagt: Der klassische Einstiegsberuf ist oftmals die Fachkraft für Lagerlogistik, über den kaufmännischen Zweig kommen die wenigsten Meisterschüler.

Abbildung 1: pixabay.com © kliemphoto
Abbildung 2: Grafik-Download vom Zentralverband des Deutschen Handwerks

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