BusinessGesundheitKarriereLife-BalancePsychologieWissen

Killerjob: Warnzeichen für ein schädliches Arbeitsumfeld

Schädliches Arbeitsumfeld

Psychisch bedingte Fehltage und Frühverrentungen nehmen seit Jahren stetig zu. Fast immer ist ein schädliches Arbeitsklima die Ursache. Doch woran erkennt man ein Arbeitsumfeld, das krank macht?

Schädliches ArbeitsumfeldFast jeder Arbeitnehmer hat in seiner beruflichen Laufbahn eine Phase, in der es nicht rund läuft. Im Regelfall normalisiert sich die Situation nach einiger Zeit ganz von selbst. Wenn die Frustration jedoch von Dauer ist, liegt dies fast immer am Arbeitsumfeld. Das Vertrackte daran ist, dass viele Angestellte sich dieser Situation nicht bewusst sind. Da man Tag für Tag mit denselben Menschen zusammen ist, fällt es schwer, den eigenen Arbeitsplatz als Ursache des Problems zu identifizieren. Hier sind einige Warnzeichen, die darauf hindeuten, dass mit Ihrem Arbeitsumfeld etwas nicht stimmt:

Die innere Kündigung

Statistiken zufolge vollzieht fast die Hälfte aller Arbeitnehmer nach einigen Jahren die viel zitierte “innere Kündigung”. Ist dies der Fall, verrichtet der Angestellte nur noch Dienst nach Vorschrift. Es werden keine Anstrengungen mehr unternommen, die eigene Arbeit zu verbessern – stattdessen werden Aufgaben so erledigt, dass die Qualität der Ergebnisse gerade noch ausreicht. Oft entsteht eine solche Situation, wenn man über Jahre eigene Ideen eingebracht hat und damit auf taube Ohren gestoßen ist. Ein möglicher Ausweg ist ein Wechsel auf eine andere Position innerhalb desselben Unternehmens.

Wenn der Chef zum Feind wird

Ein gutes Verhältnis zu den Vorgesetzten ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Mitarbeiterzufriedenheit – egal, ob es sich um ein kleines, mittleres oder großes Unternehmen handelt. Manche Leitungskräfte sind mit ihrer Position schlichtweg überfordert und machen die Angestellten für ihre Unzulänglichkeiten verantwortlich. Andere wiederum nehmen die Mitarbeiter nicht ernst und trauen ihnen nicht über den Weg. Wenn zwischen dem Chef und seinen Untergebenen eine Kultur des Misstrauens herrscht, wirkt sich dies in negativer Weise auf das Arbeitsumfeld aus. Ein klärendes Gespräch, unter Umständen im Beisein des Betriebsrates, kann hier Abhilfe schaffen.

Starker Konkurrenzdruck

In vielen Unternehmen ist es heute an der Tagesordnung, dass sich die Angestellten untereinander nichts gönnen. Gut bezahlte Posten sind rar, und wer nicht das Nachsehen haben will, ist dazu gezwungen, dieses Spiel mitzuspielen. In einem solchen Arbeitsumfeld ist es kaum möglich, Freundschaften zu schließen. Sensible Menschen reagieren auf Konkurrenzdruck äußerst empfindlich und entwickeln eine Angst vor allem und jedem. Sie geben so wenig Informationen wie möglich preis, da sie befürchten, die Kollegen könnten ihnen daraus einen Strick drehen.

Wenn der Druck zu groß wird, bleibt nur die Möglichkeit, sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Aus Sicht der Geschäftsleitung ist eine starke Konkurrenz unter den Arbeitnehmern durchaus erwünscht, da sich so die Leistungsbereitschaft erhöht. Aus diesem Grund ist es mehr als unwahrscheinlich, dass sich an der Situation langfristig etwas ändert.

Weitere Karrieretipps finden Sie auf dem Internetportal http://www.jobtonic.de/.

Foto: flickr/Austin Valley

1 comment

  1. Geschäftskonto: Was man beachten sollte 8 Juni, 2016 at 12:25

    […] Umbruch: Viele Angestellte wollen raus aus der typisch deutschen 40-Stunden-Plus-Gesellschaft, sehen ihre Arbeit vielleicht sogar als Killerjob. Immer mehr Leute machen sich infolge dessen selbstständig und gründen ein eigenes Gewerbe als […]

Nachricht hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.