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Employer Branding: Was macht Unternehmen attraktiv?

Employer Branding: Attraktivität von Unternehmen

Um auf dem Arbeitsmarkt Mitarbeiter zu akquirieren und bestenfalls längerfristig an das Unternehmen zu binden, sollten Unternehmen in das Employer Branding investieren. D. h. Maßnahmen zu ergreifen, die das eigene Unternehmen gegenüber Wettbewerbern im Markt als besonders attraktiven Arbeitgeber positionieren. Um das Employer Branding effektiv voranzutreiben, muss jedoch klar sein, welche Stellung es bei Personalmarketing und -recruiting einnimmt und welche Bedeutung es für potenzielle Arbeitnehmer hat.

Die Beziehung zwischen Corporate Brand und Employer Brand

Employer Branding: Attraktivität von UnternehmenUm das Employer Branding aus Unternehmenssicht zu verstehen, ist zunächst eine hierarchische Differenzierung zwischen Unternehmensmarke und Arbeitgebermarke notwendig. Die Unternehmensmarke ist dem Employer Branding übergeordnet und kann schon durch ein einziges Produkt generiert werden, wie dies etwa im Falle von Autobauern wie VW der Fall ist. Aus der Unternehmensmarke leitet sich die Arbeitgebermarke ergo das Employer Branding ab.

Die Arbeitgebermarke spiegelt die Wesentlichen Werte eines Unternehmens wieder und betrifft Fragen nach der Qualität eines Unternehmens als Arbeitgeber oder den Hauptnutzen einer Anstellung bei diesem Unternehmen. Ziel eines Unternehmens muss es demnach sein, das Employer Branding mit positiven Themen zu besetzten. Gelingt dies, zahlt das Employer Branding rückwirkend auf die Attraktivität der Unternehmensmarke und somit auf das Ansehen des Arbeitgebers ein. Die operative Umsetzung des Employer Branding ist das Personalmarketing.

Maßnahmen im Personalmarketing

Aufgabe des Personalmarketings ist es, eine Bewerbergruppe zu identifizieren und für das Unternehmen zu interessieren. Letztendlich ist das Ziel, potenzielle Mitarbeiter zu Bewerbungen beim Unternehmen zu motivieren. Um erfolgreiches Recruitment durchzuführen, muss das Employer Branding alle Maßnahmen des Personalmarketings beeinflussen und nicht umgekehrt. Hierbei sind die Mittel breit gefächert: Angefangen von Karriere-Websites, über Social-Media-Aktivitäten bis hin zu Broschüren und Stellenanzeigen in Jobbörsen können eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen werden.

Wesentlicher Bestandteile sollten die Entwicklung eines Slogans zur Heraushebung individueller Stärken des Unternehmens und die Entwicklung von Kernaussagen bezüglich der Attraktivität als Arbeitgebers sein. Auch die Einschätzung des Unternehmens durch bereits angestellte Mitarbeiter kann beim Employer Branding eine Rolle spielen. Bemüht sich ein Unternehmen um seine Mitarbeiter, kann dies in Online-Bewertungsplattformen wie kununu positiven Niederschlag finden und ein günstiges Licht auf den Arbeitgeber werfen. So ist etwa der Personalvermittler serviceline in Düsseldorf und Berlin unter den Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber im kununu Ranking. Diese Bewertungen können positiven Einfluss auf die Employer Brand haben.

Employer Branding aus der Zielgruppenperspektive

Eine einfache Einsicht ist, dass Employer Branding nur funktioniert, wenn potenzielle Bewerber eine gewisse Affinität zum Produkt, den Werten oder der Branche eines Unternehmens haben. Die Einstellung von Bewerbern zu einem Unternehmen kann unabhängig von dem Image des Unternehmens verlaufen. Sind Produkte, Werte und Handlungsweisen des Unternehmens ungleich denen der Bewerber, muss Employer Branding scheitern. Effektives Personalmarketing erkennt dies schon im Vorfeld und definiert eine Zielgruppe, deren Einstellungen gegenüber dem Unternehmen potenziell positiv sind. Hat ein Bewerber nach dem Einholen von Informationen über das Unternehmen den Willen, sich zu bewerben, wurde das Employer Branding bzw. das Personalmarketing erfolgreich umgesetzt.

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